Adventsinspirationen für ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest - Teil 2

Adventsinspirationen für ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest - Teil 2

2. Teil meiner Adventsreihe: Inspirationen für ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest

Jetzt  haben wir schon fast den zweite Advent - Wahnsinn, wie sich Weihnachten mit großen Schritten nähert! Falls Sie den ersten Teil meiner Adventsserie noch nicht kennen, finden Sie ihn hier

Nun aber zu meinen Inspirationen für die zweite Adventswoche: Kennen Sie das auch? Sie haben kurz vor Weihnachten noch eine ellenlange Erledigungsliste - Alles wird bis zur letzten Minute aufgeschoben? Die Geschenke frühestens am Dreiundzwanzigsten gekauft? Die Plätzchen kurz vor knapp gebacken? Die Esseneinkäufe werden auf den letzten Drücker besorgt, wenn die Geschäfte so richtig überfüllt sind? Der Baum wird vielleicht auch erst einen Tag vor Weihnachten gekauft und auf die letzte Minute geschmückt? Jedes Mal nimmt man sich vor, dass es nächstes Jahr alles ganz anders und entspannter laufen soll und dann gerät man doch immer wieder in den gleichen Vorweihnachtsstress. Vielleicht gelingt es mir ja, Sie dabei zu unterstützen, die Dinge dieses Jahr tatsächlich mal früher anzugehen und sich so viel Stress zu ersparen ;-). 
 
Wenn wir bis zu letzten Sekunde vor Weihnachten unter Vollstrom und im Erledigungsstress sind, liegen die Nerven an Heiligabend meistens blank. Wenn dann noch die Zubereitung des Festtagsbratens ansteht, machen sich oft Überforderungsgefühle breit, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Fass überläuft. Wer tagelang extrem unter Stress steht, sagt schnell mal ein barsches Wort in der entsprechenden Situation und schon hängt der Haussegen schief. Der Schritt von hektischem Weihnachtsvorbereitungsstress hin zur besinnlich entspannten Weihnachtsstimmung ist einfach sehr groß - Er gelingt in vielen Fällen eher holprig, nicht selten kommt es deshalb zum Streit. Daher ist es sinnvoll, es nicht so weit kommen zu lassen und diesmal einen weniger abrupten Übergang in die Feiertage zu planen. Sie können jetzt schon ganz viel Vorarbeit für eine entspannte und damit auch friedlichere Weihnachtsstimmung leisten!

Daher lautet meine heutige Aufgabe: Machen Sie in der kommenden Woche - am besten mit der ganzen Familie - eine To-Do-Liste mit den Punkten, die vor Weihnachten anstehen und erledigt werden müssen. Listen Sie bitte alles auf - vom Geschenkekaufen über das Putzen und das Einkaufen für das Festtagsmenü. Gehen Sie hierbei bitte richtig ins Detail. Nun schauen Sie bitte, was frühzeitig erledigt werden kann und gehen Sie diese Punkte bitte in der kommenden Woche an. 
 
Jetzt schießen Ihnen vielleicht "Ausreden" durch den Kopf wie etwa: „Aber ich habe diese Woche keine Zeit um in die Stadt zu gehen!“. Meist lassen sich hier jedoch schnell Lösungen finden - Das online Bestellen von Geschenken kann hier z.B. eine entlastende Möglichkeit sein, auch wenn ich die lokalen Geschäfte in meiner Stadt eigentlich sehr gerne unterstütze. Warum nicht schon alle Geschenke jetzt schon kaufen? Die Karten diese Woche schon schreiben - man muss sie ja jetzt noch nicht absenden. Die Einkaufliste für das Weihnachtsmenü jetzt schon schreiben, erste Geschenke jetzt schon einpacken usw.
 
Arbeiten Sie diese Woche schon vor, damit kurz vor Weihnachten nicht alles geballt zu erledigen ist. Sie werden sehen, wie befreiend und entlastend sich das anfühlt ;-)!

Noch eine kleine Anmerkung von mir: Ich bekomme gelegentlich E-Mails von Menschen, die mir ihre „Weihnachtsprobleme“ beschreiben. In den meisten dieser Mails sind starke Überforderungsgefühle aufgrund der vielen anstehenden Aufgaben herauszulesen. Daher nun meine nächste Aufgabe: Schauen Sie sich die To-Do-Liste gemeinsam mit Ihrer Familie an und überlegen Sie, wie die Aufgaben gerecht verteilt werden können. Es ist nicht verwunderlich, dass es an Weihnachten Streit gibt, wenn eine Person fast alle vorbereitenden Aufgaben alleine übernimmt, was in vielen Familien tatsächlich noch so zu sein scheint. Außerdem macht ein gemeinsam gestaltetes, von allen gemeinsam vorbereitetes Weihnachtsfest doch auch viel mehr Spaß! Beziehen Sie daher auch Ihre Kinder mit ein, egal, wie alt sie sind.

Und noch ein ganz kleiner Gedankenanstoß ;-): Viele von uns werden - auch an Weihnachten – vom Perfektionismus getrieben. Ich empfehle daher, sich die To-Do-Liste nochmal genau anzuschauen und zu prüfen, welcher Punkt wirklich erforderlich ist und wie man die einzelnen Aufgaben stressfreier erledigen könnte. Haben Sie den Mut, sich auch von gewissen Traditionen zu verabschieden!
 
Ist es wirklich nötig, an das komplette Umfeld Weihnachtskarten zu schreiben? Muss wirklich das ganze Haus von oben bis unten vor Weihnachten auf Vordermann gebracht werden? Ist es wirklich nötig, den Verwandten ein selbstgekochtes 5-Gängemenü aufzutischen? Ist nicht eigentlich die Hauptsache, dass man gemütlich beieinandersitzt? Ist es wirklich erforderlich, dass eine Person in der Küche rotiert, während die Anderen gemütlich am Tisch sitzen? Haben Sie den Mut, auch mal ganz andere Wege zu gehen: Wie wäre es denn damit, einmal Essen in einem tollen Restaurant zu bestellen und es an Heiligabend einfach nur abzuholen?
 
Mehrfach hörte ich in den letzten Tagen den Satz: Ich würde am Liebsten an Weihnachten wegfahren. Warum denn eigentlich nicht? Packen Sie z.B. die Verwandten und fahren Sie in ein schönes Hotel - Es muss ja auch nicht weit weg sein - und lassen Sie sich ein, zwei Tage gemeinsam verwöhnen. Der Phantasie sind hier auch keine Grenzen gesetzt, trauen Sie sich bitte mit Ihrer Familie über Ihre Wünsche zu sprechen, auch wenn diese von der traditionellen Weihnachtsgestaltung abweichen. Nur wenn Sie offen über Ihre Bedürfnisse sprechen, kann Ihre Familie diese auch berücksichtigen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Aufgabenverteilung, einen schönen zweiten Advent und eine wunderbare vorweihnachtliche Woche. Über Rückmeldung, wie die Weihnachtszeit bisher bei Ihnen verläuft und sonstige Kommentare unter diesem Blogartikel freue ich mich übrigens sehr! Haben Sie schon einige Geschenke gekauft? Steht Ihre Planung für die Feiertage? Berichten Sie mir gerne in den Kommentaren :-)
 
Herzlichst,
Ihre Christna Wenz

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Kommentare (2)

  1. Maike:
    Dec 11, 2018 at 12:25 PM

    Ich gestehe, ich habe bereits letztes Jahr die Adventstipps hier mit Begeisterung gelesen, und sie tatsächlich umsetzen können - im letzten Jahr (2017) war mein Mann nämlich über Weihnachten im Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Dadurch, dass ich viele Termine absagen musste (bzw konnte), weil ich keine Betreuung für unseren Sohn hatte, blieb viel Zeit. Unser Sohn und ich haben uns eine richtig schöne, gemütliche Adventszeit gemacht (soweit das eben ohne Papa schön sein kann) und Einkäufe, Backen, Schmücken etc. über den gesamten Dezember verteilt.

    Auch in diesem Jahr haben wir das gemacht - dieses mal MIT meinem Mann. Die Erfahrung des letzten Jahres habe ich mitgenommen und mit ihm gemeinsam umgesetzt. Wir haben bereits geschmückt, die Zutaten fürs Weihnachtsessen bestellt, die Geschenke sind auch schon gekauft und die ersten Back-Aktionen haben auch schon stattgefunden. Ich bin ja per se großer Fan von To-Do-Listen, aber es ist herrlich, wenn man sie gemeinsam erstellt und dann auch gemeinsam abarbeitet! :-)

  2. Christina Wenz:
    Dec 11, 2018 at 01:06 PM

    Liebe Maike, ich freue mich riesig über Deinen Kommentar! Vielen Dank :-)! Wie toll, dass Ihr die Tipps umsetzten konntet und auch sogar schon das zweite Jahr...Klasse! Und wie schön, dass Ihr dieses Jahr die Weihnachtszeit zu dritt genießen könnt! Ich wünsche Dir und Deinen Lieben eine wunderbare Weihnachtszeit! Liebe Grüße, Christina


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Wer schreibt hier?

Mediation Christina Wenz

Christina Wenz ist Mediatorin, Konfliktcoach und Juristin. Nach langjähriger Tätigkeit im Notariat und in Führungspositionen an Universitäten ist sie in eigener Mediationskanzlei tätig. Sie hilft ihren Kunden dabei, sich aus schwierigen Konfliktsituationen zu befreien und damit wieder mehr Wohlbefinden und ein entspannteres Leben zu erlangen. Neben Mediation in der Familie und der Mediation in der Arbeitswelt ist ihr besonderes Steckenpferd die Mediation bei Streitfällen rund ums Tier.

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