Mediatorin trifft Pferdemediator

Mediatorin trifft Pferdemediator

Mediatorin trifft Pferdemediator

Ein Interview mit Timo Ameruoso über seine Arbeit, über Konflikte im Pferdesport, über das Finden innerer Ruhe, den Umgang mit Lebenskrisen und noch vieles mehr

Mein großes Steckenpferd ist die Mediation rund ums Tier und insbesondere auch rund ums Pferd. Manchmal ist es mir schon passiert, dass dies missverstanden wurde und verzweifelte Pferdebesitzer mich anschrieben, da sie Probleme mit ihrem Pferd hatten. Leider musste ich diese Menschen dann regelmäßig abweisen, da ich ja nur für Konflikte zwischen Menschen, die sich rund ums Pferd streiten zuständig bin. Ich bedauerte es immer sehr, nicht helfen zu können.

Vor einiger Zeit wurde ich dann durch einen Bericht im Hessischen Rundfunk auf Timo Ameruoso den sogenannten „Pferdemediator“ aufmerksam. Timo deckt mit seiner Arbeit genau den Bereich ab, mit dem ich nicht dienen konnte: Er hilft, wenn es Probleme zwischen Mensch und Pferd gibt. Künftig weiß ich, an wen ich verweise...

Timo hat einen sehr bewegenden Lebenslauf: Nachdem er in seiner Jugend sehr erfolgreicher Springreiter war, erleidet er mit sechzehn einen schweren Mofaunfall aufgrund dessen er seither querschnittsgelähmt ist. Trotzdem zieht es ihn wieder aufs Pferd, die Paralympics sind sein großes Ziel. Dann folgt ein zweiter schwerer Unfall - ein Reitunfall bei dem er ins Koma fällt und erst genau an seinem einundzwanzigsten Geburtstag wieder erwacht. Nach diesem zweiten Unfall ändert sich seine Einstellung zu den Pferden grundlegend...Dazu aber im Interview mehr. Als ich diese Geschichte in dem Bericht des Hessischen Rundfunks hörte, beeindruckte und bewegte sie mich sehr.

Ein paar Wochen nachdem ich den TV-Beitrag gesehen hatte, fasste ich den Entschluss, eine schriftliche Interviewreihe mit interessanten Persönlichkeiten rund um das Thema Konflikte zu starten. Da kam mir ganz spontan die Idee, Timo zu fragen, ob er zu eine Interview bereit wäre. In der Zwischenzeit waren aber gerade Timos zweites Buch „Seitenblicke“ und weitere Beiträge im Fernsehen und Radio sowie Artikel über ihn in großen Zeitungen erschienen. Daher machte ich mir keine Hoffnung auf eine positive Rückmeldung.

Dennoch schrieb ich ihn an, ob er eventuell zu einem Interview bereit sei und es kam die sympathische Rückmeldung „Das machen wir auf jeden Fall!“ Da war meine Begeisterung natürlich groß! Bei unserem Telefonat, das dann wenige Tage später folgte, waren wir uns ruck zuck einig, dass es kein schriftliches, sondern ein Audiointerview wird. Da dies für mich aus technischer Sicht völliges Neuland war, war dies ein ziemliches Abenteuer, aber es hat glücklicherweise geklappt.

Das Interview hat mir großen Spaß gemacht - Wobei ich auch festgestellt habe, dass Interviewen wesentlich aufregender ist als selbst interviewt zu werden ;-).

Eine besonders große Freude war es, dass ich einige Tage nach dem Interview Timo besuchen und ihn und seine Arbeit mit den Pferden persönlich kennenlernen durfte.

Nähere Informationen zu Timo und seiner Arbeit finden Sie auf seiner Homepage oder seiner Facebookseite

Ich lade Sie hiermit herzlichst ein, sich das Interview mit dem sympathischen und beeindruckend ehrlichen Timo Ameruoso anzuhören! Ich glaube auch für Nicht-Pferdeinteressierte gibt es viel Spannendes und Inspirierendes zu hören. Über ein Teilen des Artikels, Ihre Kommentare und Fragen zu dem Interview freue ich mich sehr! 

Herzlichst,

Ihre Christina Wenz

Ps.: Mittlerweile habe ich ein weiteres spannendes Podcastinterview veröffentlicht, nämlich mit dem Fotografen Axl Klein zu seiner erfolgreichen Ausstellung "Zorn". 

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Kommentare (4)

  1. Estrella:
    Oct 23, 2015 at 07:58 PM

    Liebe Christina, lieber Timo,

    vielen herzlichen Dank für das superinteressante Interview.

    Als großer Fan der Mediation und riesige Pferdeliebhaberin konnte ich total viel mitnehmen und mitfühlen.

    Und ich bin der Überzeugung, dass über diese natürliche körpersprachliche Kommunikation wir Menschen unglaublich viel lernen und wieder hervorholen können, was nicht über den Intellekt geht sondern tief in uns, in unseren "tierischen" Anteilen drin steckt und voll und ganz zu uns gehört.

    Wir kommen so besser in unsere Mitte und in eine Harmonie, die größer ist als wir selbst.

    Diese Verbindung, die wir mit dem Pferd schaffen, überträgt sich dadurch auf alle anderen Lebewesen.

    Alles Gute euch beiden weiterhin mit eurer tierischen und menschlichen Arbeit :)

    Liebe Grüße

    Estrella

  2. Christina Wenz:
    Oct 23, 2015 at 08:57 PM

    Liebe Estrella, ich danke Dir von Herzen für Deinen Kommentar und die wunderbare Worte. Ich habe mich riesig darüber gefreut! :-) Ganz liebe Grüße, Christina Wenz

  3. Eva:
    Oct 29, 2015 at 08:50 AM

    Liebe Christina,
    Das Interview ist klasse und es macht, selbst als nicht-Reiter, sehr viel Spaß, es anzuhören. Interessante Themen und ein sehr beeindruckender Gesprächspartner- toll!

  4. Christina Wenz :
    Oct 29, 2015 at 08:53 AM

    Liebe Eva, herzlichen Dank für Deinen Kommentar! Ich freue mich riesig, dass Dir unser Interview gefällt. Ich finde Timo auch sehr beeindruckend! Liebe Grüße, Christina


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Wer schreibt hier?

Mediation Christina Wenz

Christina Wenz ist Mediatorin, Konfliktcoach und Juristin. Nach langjähriger Tätigkeit im Notariat und in Führungspositionen an Universitäten ist sie in eigener Mediationskanzlei tätig. Sie hilft ihren Kunden dabei, sich aus schwierigen Konfliktsituationen zu befreien und damit wieder mehr Wohlbefinden und ein entspannteres Leben zu erlangen. Neben Mediation in der Familie und der Mediation in der Arbeitswelt ist ihr besonderes Steckenpferd die Mediation bei Streitfällen rund ums Tier.

Bekannt aus

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